BLUE JACKETS (11-6-0) vs. CANUCKS (6-12-2)

Freitag, 7 p.m. ET, Nationwide Arena

TV: Bally Sports Ohio, CBJ app, ESPN+ (außerhalb der Märkte)

Radio: Blue Jackets Radio Network (97.1 the Fan Flagship)

Da die Offensive oft der Verkaufsschlager ist, sollte man die Defensive der Blue Jackets nach dem Shutout-Sieg gegen Winnipeg am Mittwochabend loben.

Der 3:0-Sieg war eine willkommene Abwechslung nach einer Phase, in der Columbus defensiv nicht ganz so sicher war, wie es eigentlich sein sollte. In den zehn Spielen vor dem Sieg gegen die Jets kassierten die Blue Jackets im Schnitt 3,60 Gegentore pro Spiel, und in neun dieser zehn Partien ließ Columbus mindestens drei Treffer zu.

Die gute Nachricht ist, dass die Blue Jackets in diesen 10 Spielen eine Bilanz von 6-4-0 erzielten, was zum Teil auf die Offensive zurückzuführen ist, die in dieser Zeitspanne 38 Tore erzielte und eine perfekte 3-0-Bilanz in Verlängerungsspielen vorweisen kann. Aber es gab noch Verbesserungsbedarf, denn in diesen 10 Spielen lagen die Blue Jackets bei 5-gegen-5-Spielen auf Platz 21 in der NHL, was die Anzahl der zugelassenen Tore pro 60 Minuten (2,42) und die Anzahl der zugelassenen gefährlichen Chancen pro 60 Minuten (11,8) laut Natural Stat Trick angeht.

Beim Sieg gegen die Jets am Mittwochabend war jedoch eine deutliche Verbesserung zu erkennen. Natürlich handelt es sich um eine viel kleinere Stichprobe, aber laut Natural Stat Trick ließen die Jackets beim Sieg nur 2,13 erwartete Tore pro 60 Minuten und 7,67 hochgefährliche Chancen pro 60 Minuten bei 5 gegen 5 zu.

Mit anderen Worten: Vancouver kam zwar auf 36 Torschüsse, aber viele davon wurden von außen abgegeben. Während Torhüter Elvis Merzlikins bei seinem Shutout eine starke Leistung zeigte, machten die Blue Jackets auch vor ihm einen guten Job.

"Ich denke, wenn man in ein Spiel geht, will man keine Chancen im Slot zulassen", sagte Verteidiger Zach Werenski. "Das ist der gefährlichste Bereich. Das ist eine Mannschaft, die dich dafür bezahlen lassen kann, wenn sie dort Chancen bekommt. Wir haben es im Großen und Ganzen gut geschafft, sie auf den Außenpositionen zu halten. Und wenn uns das nicht gelungen ist, war Elvis zur Stelle und hat uns mit einigen guten Paraden geholfen.

"Natürlich sind sie ein gutes Eishockeyteam und hatten einige Chancen, aber ich denke, dass wir uns größtenteils an unsere Struktur und unseren Spielplan gehalten haben und einen Weg gefunden haben, zu gewinnen, was das Wichtigste ist.

Mit 16 geblockten Schüssen, den fünftmeisten in dieser Saison, war es eine Teamleistung, die Jets vom Tor fernzuhalten. Merzlikins wusste die Aufopferung seiner Teamkollegen sehr zu schätzen.

"Wir alle bekommen Selbstvertrauen, wenn wir etwas richtig machen", sagte der Torwart. "Wenn der Verteidiger einen Schuss abblockt, fühlt er sich selbst sicherer. Natürlich tut es weh - sie sind nicht so geschützt wie ich - aber für mich ist es dasselbe. Wenn ich die Chance hatte, einen großen Treffer zu landen, gibt das mehr Selbstvertrauen und man fühlt sich besser und besser."

Den Feind kennen
Die Canucks fühlen sich wie eine der vom Schicksal gebeutelten Mannschaften in der NHL, die seit ihrer Gründung im Jahr 1970 noch nie einen Stanley Cup gewonnen haben. Zweimal, 1994 und 2011, war Vancouver bis auf einen Sieg heran, verlor dann aber Spiel 7 des Finales.

Zum Leidwesen der Menschen in der schönen Stadt an der Straße von Georgia scheint es, dass die Franchise weit davon entfernt ist, jemals wieder an den Punkt eines solchen Herzschmerzes zu gelangen. Die Canucks haben in den vergangenen sieben Spielzeiten nur einmal an den Playoffs teilgenommen, und auch in diesem Jahr war es ein schwieriger Start: Mit nur sechs Siegen in 20 Spielen belegt das Team von Travis Green derzeit den siebten Platz in der Pacific Division.

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Vancouver Canucks Trikot,Auch dank der miserablen Special-Teams kassiert das Team fast ein Tor pro Spiel. Die Canucks liegen in der Liga auf Platz 28 bei der Torausbeute (2,30 Tore pro Spiel) und auf Platz 25 bei der Teamverteidigung (3,25 Gegentore). Das Powerplay und die Penaltykillerei sind die Hauptschuldigen: Vancouver ist 24. in der Liga bei der Mannüberzahl (15,9 Prozent) und Schlusslicht bei der Penaltykillerei mit einer mickrigen Erfolgsquote von 63,1 Prozent.

Die Canucks verfügen mit Namen wie dem aus Ohio stammenden J.T. Miller, Elias Pettersson und Quinn Hughes über jede Menge Starpower, aber das Problem liegt in der Tiefe. Vancouver hat nur sieben Spieler mit mehr als sechs Punkten, Columbus dagegen 12.

Miller hat sich zu einem der konstantesten Spieler der Liga entwickelt und liegt mit 19 Punkten dank sieben Toren und 12 Assists auf Platz 16 der Liga. Conor Garland, der in der Offseason aus Arizona übernommen wurde, hat mit einer Bilanz von 5-9-14 eine solide Leistung erbracht, während Hughes mit zwei Toren und 12 Punkten von der blauen Linie aus das gleiche Ergebnis erzielt hat.

Man könnte aber auch sagen, dass das Trio um Kapitän Bo Horvat (6-5-11), Pettersson (3-7-10) und Brock Boeser (4-4-8) enttäuschend war, da sie alle solide Leistungen gezeigt haben, man aber von ihnen mehr erwartet. Hinzu kommt, dass es den Canucks an Tiefe und an Treffern von der blauen Linie mangelt und es schwer ist, genügend Tore zu erzielen, um im Spiel zu bleiben.

Thatcher Demko hat sich voll und ganz als Stammtorhüter durchgesetzt und weist in 16 Spielen eine Bilanz von 6-9-1, 3,07 GAA und eine Schutzquote von .906 auf. Jaroslav Halak ist der Ersatztorhüter und hat eine Bilanz von 0-3-1 mit einem GAA von 2,79 und einer Schutzquote von .903.